_MG_3304_web.jpg

"KINDER DER SONNE"

Mehr sehen

In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde staatlicherseits erzwungenes Doping betrieben. Es war der größte Sport- und Dopingskandal weltweit.  Sportler leiden unter den Folgen noch bis heute, auch 30 Jahre nach dem Mauerfall. 

 

Die Zahl der betroffenen Sportler, die zum Zeitpunkt des Dopings zum Teil minderjährig waren und oft nicht über die ihnen verabreichten Präparate aufgeklärt wurden, wird auf 12.000-15.000 geschätzt, von denen bei etwa 15 Prozent körperliche oder psychische Spätfolgen davontrugen oder daran gestorben sind. Viele von ihnen kämpfen bis heute um Anerkennung und Entschädigung. Das Doping-Opferhilfe-Gesetz, durch welches anerkannte Opfer eine Entschädigung in Form einer Einmalzahlung erhielten,  lief jedoch Ende des Jahres 2019 aus. Eine Entfristung hat der Gesetzgeber abgelehnt.

 

Mit meinem fotografischen Projekt "Kinder der Sonne" möchte ich aufzeigen, dass es sich hierbei um Menschen - keine Fallakten - und bei vielen Betroffenen um Kinder handelte, die für den Erfolg des Staates missbraucht wurden. Höher, schneller, weiter. Immer weiter in Richtung Ruhm, Erfolg und Rampenlicht. Ich möchte Betroffenen die Möglichkeit geben, ihre Geschichte seelisch zu verarbeiten und damit abzuschließen. Die Fotos sind für die ehemaligen Sportler und anerkannten Dopingopfer kostenlos.

 

Interessenten können sich gerne über das Kontaktformular bei mir melden.

Gesine Tettenborn, DDR Dopingopfer

Gesine Tettenborn, geb. Walther, Europameisterin 1982 DDR Staffel 4-mal-100-Meter-Lauf und in der Halle über 200 Meter. 1984 Staffel-Weltrekord über 4-mal 400 Meter. Ließ sich im Januar 2010 auf eigenen Wunsch aus der Rekordliste streichen, weil ihre Leistungen mit Hilfe von Doping erreicht wurden.